Über Liebe und andere Kuriositäten

Ziel erreicht !

Vor bald einem Jahr änderte sich mein Leben grundliegend.

Ich wechselte die Wohnung, den Umkreis- meine Beziehung zerbrach.

 

Heute weiß ich, dass in jeder Veränderung, sei es auch anfänglich betrachtet eine, die man sich nicht wünscht, eine Chance steckt, etwas gutes entstehen zu lassen.

Ich war mittlerweile recht dicklich geworden, in jedem Jahr, die die Beziehung andauerte, nahm ich ein paar kg zu. Das machte mir nicht weiter etwas.

Doch jetzt, waren mir 125kg auf 1,83 ( vielleicht 1,84) zu viel.

Es störte mich plötzlich wahnsinnig. Wenn man sich im Sitzen die Schnürsenkel nicht mehr binden kann, sagt das schon Einiges aus.

Ich hatte mit dem Rauchen aufgehört, das brachte mir vermutlich fünf kg und führte zu dem o.g. Höchstgewicht.

Ich musste etwas tun.

Zuerst wurden ausschließlich die Getränke umgestellt. Es gab fortan kein Cola und sonstige Softdrinks mehr, sondern nur noch Wasser und leichte Schorlen.

Gleichzeitig fing ich mit etwas Bewegung an. Ich kaufte mir ein Fahrrad, mit dem ich zwei bis drei Tage die Woche meinen Arbeitsweg bewältigte, statt mit dem Auto.

Ich wollte mehr.

Deswegen fing ich langsam an, mir ein Fitnessprogramm für zu Hause zusammen zu basteln, welches schnell und ohne Geräte zu schaffen ist.

Neben Liegestütze in allen Varianten, Crunches und anderen Übungen arbeitete ich viel mit zwei Kurzhanteln, welche nach der Einheit gut verstau werden konnten.

 Die ersten Einheiten waren frustrierend.

Wenige Wiederholungen lösten tagelangen Muskelkater aus. 

Ich konnte lediglich alle fünf Tage trainieren, so lange dauerte die Erholungsphase.

Die Ernährung musste nun noch angepasst werden.

Ohne hier weiter ins Detail gehen zu wollen, fing ich an mit  Lebensmitteln zu experimentieren, die ich bislang nicht kannte.

Der Eiweißanteil im Essen wurde hochgeschraubt, Fett und Kohlenhydrate reduziert.

Man bekommt irgendwann ein Gefühl dafür, Kalorien zählen ist da gar nicht erforderlich.

Mit der ausgewogeneren Ernährung merkte ich, wie sich meine Muskeln immer schneller erholten, einen Muskelkater in dem Sinne kannte ich langsam nicht mehr. Eher war es ein leichtes Zwicken, nicht mehr.

Im Februar, nach knapp sechs Monaten, begann ich, mein Gewicht in einer App aufzuzeichnen ( vorher hatte ich keine Waage besessen)

Zu dem Zeitpunkt war ich bei ca. 100kg angelangt.

Ein Erfolg, denn die Menschen in meinem Umfeld fingen allmählich an, mich darauf anzusprechen. Das war Motivation und gut fürs Ego, klar.

Fortan feilte ich weiter an den Übungen, intensivierte sie und ernährungstechnisch kam noch mehr Vielfalt auf meinen Speiseplan.

Zudem habe ich jemanden gefunden, der zur gleichen Zeit an sich arbeitete.

Wir sind Sportbuddies Und es hat die Sache so viel leichter gemacht.

Ich bin da sehr dankbar!

Heute, knapp 10 Monate nachdem ich damit angefangen habe, hab ich mein Ziel erreicht.

Ich wiege 84kg auf genannte Größe, habe damit 41 kg abgenommen.

Einen schönen Sonntag an alle!

 

18.6.17 11:09, kommentieren

'Ich mag Tiere'

"Oh, ja ich bin total naturverbunden. Und ich lieeebe Tiere ( Das muss man so lang ziehen...scheinbar)"

 

So oft höre ich diese Sätze. Aktuell vor Allem wenn ich von meinem Zoobesuch letztens auf Fuerteventura berichte.

Tatsächlich habe ich aber dann oft recht bald das Gefühl, dass meine Auffassung darüber, was diese Worte für mich bedeuten, sich selten mit der Meinung meines Gegenübers decken.

Ich habe das Gefühl, die Natur ist nur so viel wert, wie sie für ein schickes Selfie hergibt. Egal ob es eine schöne Meeresbucht ist, ein Urwaldabschnitt oder ein Berg.

Die "Liebe" währt nur einen Augenblick lang, eben so lang wie es benötigt um sich selbst besser in Szene setzen zu können.

Genauso verhält es sich mit Tieren. Je außergewöhnlicher und exotischer das Tier, welches unfreiwillig mit auf den Selfies posiert, umso wahrscheinlicher, dass man es auf Tinder, Facebook und Co wiederfindet.

 

Mal ehrlich, das ist Tierliebe und Naturverbundenheit?

Ich bin einer von denen, der sich dafür interessiert, wie sich Tiere verhalten. Ich kann stundenlang still sitzen und beobachten, was von "Tierfreunden" bestenfalls als EIGEN tituliert wird.

Wobei ich es eher SELTSAM empfinde, wenn (Wild-) Tiere uns zum Zwecke der Selbstdarstellung dienen sollen, und Haustiere zahm und streichelbar sein sollen.

Oder auch, wenn der selbsternannte Tierfreund nur besonders hübsche Tierarten mag, mit viel Kindchenschema. Da kann man dann besonders leicht menschliche Gefühlsregungen hineininterpretieren.

Meine kleineren Zimmergärtnerprojekte, Sämlinge in Joghurtbechern und ehemaligen Obstverpackungen werden als störend empfunden, was das Ambiente und die Stimmigkeit meiner Dekoration in der Wohnung angeht.

Warum ich das machen würde, Pflanzen aus Samen zu ziehen, die es doch schon "fertig" im Baumarkt für 10 Euro zu kaufen gäbe- das werde ich dann oft gefragt.

Weil es mir eben um den Weg bis zur fertigen Pflanze geht, der mich interessiert.

Ich bin aber auch froh, nicht Biologie (inkl. Zoologie und/oder Botanik) studiert zu haben, denn ehrlich gesagt langweilt mich Vieles daran auch. 

Es sind wohl die Vorzüge eines Hobbys, dass man sich seine ganz eigenen Rosinen picken darf

 

Schönen Sonntag euch Allen!

 

 

28.5.17 12:46, kommentieren

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